Worum geht´s uns?

Uns – den Eltern, Großeltern, Freunden und Bekannten der Kitakinder in Fremdiswalde, Cannewitz und Haubitz – hat die traurige Nachricht erreicht, dass unsere drei Kindertagesstätten in drei Jahren aus finanziellen und wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden sollen – und das ohne eine echte Alternative!

Die Begründung lautet, dass die Einrichtungen nicht mehr den nötigen Anforderungen entsprechen. So seien unter anderem die Heizungsanlagen nicht mehr einwandfrei. Hinzu kommt, dass nach Ansicht der Stadt aufgrund des „demografischen Wandels“ mit einem Rückgang der Kinderzahlen zu rechnen sei. Derzeit werden in jeder der Kitas jedoch noch etwa 15–20 Kinder betreut, die hier ihre ersten wichtigen Schritte ins Leben gehen.

Besonders unverständlich erscheint uns, dass die geplanten Sanierungen laut Verwaltung nicht mit dem aktuell berechneten Haushalt der Stadt Grimma übereinstimmen würden. Man argumentiert, die Kosten würden die Kommune finanziell überlasten und ihr sprichwörtlich das Genick brechen. Aus Sicht von Oberbürgermeister Tino Kießig sei daher die einzige Lösung, die Kitas zu schließen.

Immer wieder wird betont, dass in Mutzschen bis 2028 ein neuer „Kinder-Campus“ entstehen soll, der Kapazitäten für die Kinder der geschlossenen Kitas schaffen könnte. Doch für uns steht fest: Ein Versprechen für eine Zukunft in mehreren Jahren ist kein Ersatz für die Sicherheit und Nähe, die unsere Kinder heute und hier in unseren Dörfern brauchen.

Doch wer uns kennt, weiß: Wir geben nicht so schnell auf. Wir kämpfen für unsere Kinder, für unsere Orte und für den Erhalt von Gemeinschaft – solange wir können. Genau so stellen wir uns auch diesem heiklen Thema. Wir erheben unsere Stimmen, machen Druck und lassen uns nicht einfach übergehen.